Vorstellung des Spiels Ingress

Dadurch, dass ich weniger Geocache, dafür aber immer wieder Ingress spiele, wenn es die Zeit zulässt, erstelle ich hier eine neue Kategorie mit dem Namen „Ingress“. Doch bevor ich groß damit anfange über Ingress zu schreiben, muss ich das Spiel natürlich ein wenig vorstellen. Das tat ich zwar auch schon im Podcast (die es nun definitiv nicht mehr geben wird). Aber in Textform ist es wohl auch ganz nett.

Was hat Ingress mit Geocaching zu tun?

Um ehrlich zu sein, nicht viel. Das Einzige, was Ingress mit Geocaching verbindet, ist die Technik und das das Spiel draußen stattfindet. Ingress ist ein Augmented Reality Game oder einfach ein Geospiel wie Geocaching auch. Wer sich nun freut, dass man in der Pampa umherrennen darf und Felsen hochklettern kann, denn muss ich an dieser Stelle enttäuschen. Hauptsächlich spielt sich Ingress in der Stadt ab. 

Wie funktioniert Ingress?

Genau wie beim Geocaching kann man hier Schätze suchen. Bei Ingress handelt es sich hierbei um Portale, die via App im Smartphone auf der Karte auftauchen. Diese Portale muss man hacken. (Portal anwählen und hack drücken). Dadurch bekommt man Items. Burster sind zum Schießen da. Resonatoren um Portale zu übernehmen. So kann man ein weißes Portal übernehmen und ohne Probleme mit Resonatoren bestücken. Durch das Hacken bekommt man auch Schlüssel zu diesem Portal. Geht man nun zu einem anderen Portal und übernimmt dieses ebenso, kann man durch das Drücken der „Link“ Taste die beiden Portale verlinken. Der Schlüssel ist zwar jetzt weg. Aber man bekommt Punkte und hat einen Link gebaut. Verbindet man auf diese Weise 3 Portale miteinander, hat man ein Feld gebaut. Genau auf diese Felder kommt es an. Die Mind Units (MU), die man erhalten hat, fließen in den globalen Punktestand. So weit die Theorie.

Das ist der Haken.

Das klingt alles total einfach und ein klein wenig wie Geocaching. Man besucht einen Punkt und noch einen und bekommt dafür Punkte. Doch bei Ingress wird im wahrsten Sinne des Wortes Krieg geführt. 2 Seiten kämpfen hier um die Weltherrschaft. Die eroberten Portale sind nämlich keineswegs sicher. „Agenten“ der Gegnerfraktion sind nämlich auch scharf auf die Portale und auf die Links und Mind Units. Mit sogenannten Burstern kann man Portale angreifen, und wenn man stark genug ist, auch zerstören. Der Gegner übernimmt das Portal und man muss erneut das Portal aufsuchen, um es wieder zu übernehmen.

Die Vorteile gegenüber Geocaching

Auch wenn das Spielprinzip von Ingress in Thürngen einfach ist, ist es doch komplex. Es gibt sogar eine Randstory, die ständig weiter entwickelt wird. So gibt man dem Spieler das Gefühl Teil eines großen ganzen zu werden.

Zudem ist es bei Ingress auch Fraktionen übergreifend üblich, sich zu kennen. Teilweise arbeitet man zusammen, da das Spiel strategische Elemente besitzt. Fraktionenintern gibt es ganz besondere Kommunikationen und Absprachen. Auch um Portale zu bauen, die ein höheres Level haben, muss man zusammenarbeiten. So lernt man ständig neue Leute kennen, die meistens echt nett sind. 

Wenn man beim Geocaching die nähere Umgebung leer gemacht hat und alle Caches gefunden hat, muss man seinen Suchradius erweitern. Bei Ingress bleiben die Portale da, wo sie sind und es ist immer eine Interaktion mit diesen Portalen möglich.

Die Nachteile gegenüber Geocaching in Thüringen

Leider gibt es noch keine richtigen Events, da es auch keine gemeinsame Plattform außer Google+ gibt, fällt es auch schwer so etwas zu organisieren. Wenn man Ingress spielt, muss man noch lange kein Google+ Mitglied sein. Beim Geocaching erfolgt so was zentral auf einer Plattform und jeder kann es sehen. Bei Ingress gibt es so was nicht.

In Thüringen gibt es noch einige Ecken, vor allem kleine Dörfer, die noch kein Portal haben. Da die Wartezeit für ein eingereichtes Portal momentan bei ca. 6 Monaten liegt, haben Spieler auf dem Land es echt schwer. Der Frustfaktor über die Portale, die eingereicht wurden, aber ewig nicht erscheinen ist momentan leider sehr groß.

Man benötigt ein Smartphone. So was sollte zwar jeder haben, aber es ist nun einmal nötig, was ein Nachteil ist. Übrigens läuft Ingress nur auf Apple und Android Geräten.

Fazit

Ingress ist ein echt cooles Spiel mit einem hohen Spaß und auch Suchtfaktor. Durch das Levelsystem will man zudem auch immer mehr. Doch ist es auch frustrierend, wenn die eigenen Portale ständig kaputt gehen. Nach einer Weile hat man allerdings kapiert, dass das Spielprinzip ist, und schlägt einfach zurück. So macht das Spiel am meisten Spaß. Mit der Zeit entwickelt man auch ein Gefühl für wichtige Portale.

Kleine Tipps zum Schluss

Man sollte sich bei Ingress in Thüringen einer regionalen Community anschließen. Diese sind meist auf Google+ zu finden. Oft sind diese Community aber auch in Google Hangouts ausgelagert. Dort bespricht man sich und berät man sich. Fast jede kleine Region hat so etwas. Einfach mal im lokalen Chat innerhalb der App nachfragen.

Nehmt es nicht zu ernst. Ingress ist ein Spiel und ein Gegner im Spiel ist kein Gegner im echten Leben. Man kann sich getrost auch mal auf ein Bier treffen oder gar Absprachen treffen. Zum Beispiel sich auf Portale einigen die nicht so hoch bestückt werden um sich gegenseitig zu Leveln.

Organisiert doch mal ein Treffen mit ein paar Spielern denn in der Gruppe, macht es viel mehr Spaß. 

 

Zum Schluss eine kleine Umfrage, wer denn überhaupt schon alles Ingress spielt. [polldaddy poll=8508626]

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