Ist hier ein Anticacher unterwegs?

Es sollte eigentlich eine schöne kleine Tour nach Manebach werden. Viele schöne Caches lockten uns hierher. Doch schon beim ersten Cache hatten wir keinen Erfolg und mussten unsere Kletterausrüstung wieder einpackenDa war gestern wirklich der Wurm drin. Als wir in Manebach ankamen, wollten wir uns mit einem kleinen Micro in einem Bunker (oder so etwas ähnlichem) einstimmen. Nach ewigem absuchen der Location haben wir nichts gefunden. Auch nach dem benötigten abseilen hatten wir immernoch keinen Erfolg. Also packten wir unsere Sachen ein um das eigentliche Ziel anzugehen. Ein alter Steinbruch, in dem sich ein Klettercache befindet. Aber auch wenn hier etwas zu finden gewesen wäre, mussten wir durch Regen die ganze Aktion abblasen.
Also entschlossen wir uns, schnell noch ein paar Tradis zu erledigen, um nicht komplett erfolglos zu bleiben.
Der nun schon dritte Versuch doch noch einen Cache zu finden, lockte uns zu einem Micro neben einer Schutzhütte. Trotz eindeutigem Hint war auch hier nichts zu finden. Und nun muss ich mal wieder ein wenig Kritik loswerden. Vielleicht hatten wir wirklich Tomaten auf den Augen. Doch diese Location lud dazu ein, wenigstens einen Small zu verlegen. Es gab so viele tolle Verstecke. Wieso muss man dann einen Micro verstecken? Umso mehr man suchen muss, umso höher der Schaden an der Natur. Dieser Cache war wohl mal wieder ein Beispiel für “der gehört so nicht hierher”. So zogen wir etwas enttäuscht wieder von dannen um unser Glück ein wenig weiter zu versuchen. Doch trotz Cacherautobahn und diesmal einem größeren Behältnis und eigentlich eindeutigem Versteck war auch hier nichts zu finden. Stattdessen gab es platt gelatschte Hänge.

Es ist sicher normal, dass man mal einen Geocache nicht findet. Aber drei Caches in unmittelbarer Nähe schienen wie vom Erdboden verschluckt. Das lässt nun die Vermutung zu, dass hier ein sogenannter Anticacher sein unwesen treibt.

Was ist ein Anticacher

Es geht hier um Personen, die das Hobby Geocaching nicht besonders toll finden. Sie suchen die Dosen, um diese aus der Location zu entfernen. Die Geocacher, die nach dem Anticacher kommen, finden natürlich nichts mehr.
Ein schneller Fund eines Geocachers ist meist unkompliziert. Wenn die Dose schnell gehoben werden kann, hat dies kaum Auswirkungen auf die Natur. Ist die Dose allerdings weg, fängt man an, in jedem Loch im näheren Umfeld zu wühlen. Das hat große Auswirkungen auf die hier lebenden Tiere und Pflanzen. Ein Anticacher macht durch seine Handlungen also mehr kaputt als er etwas gutes tut. Sollte ein Geocacher, oder jemand der die Dose zufällig findet, mit der Art des Caches und dem Cache selbst nicht einverstanden sein, so ist eine Kontaktaufnahme mit dem Owner oder mit Groundspeak selbst die beste Vorgehensweise. So nimmt die Natur keinen Schaden und Geocacher müssen nicht frustriert die komplette Umgebung umgraben.

Natürlich muss man beobachten, was im Nachhinein nun mit den Caches passiert. Vielleicht waren wir ja auch einfach nur blind. Aber 3 Dosen hintereinander ist schon ein wenig verdächtig.

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8 Kommentare zu “Ist hier ein Anticacher unterwegs?”

  1. Anonym sagt:

    “Aber 3 Dosen hintereinander ist schon ein wenig verdächtig.”

    Wenn drei Cacher zusammen nicht mal 250 founds haben kann es schon mal passieren, dass die “Cacherinstinkte” noch nicht so ausgeprägt sind und man deshalb nichts findet.

    Und nicht der Anticacher zerstört die Location. Das machen *immer* die Cacher. Ob der Cache vorhanden ist oder nicht. Gerade Anfänger wie ihr.

    • Aliverable Aliverable sagt:

      Wir waren zu viert. Davon mal abgesehen, haben wir in letzter Zeit alles gefunden, was wir suchten. Darunter D4 Caches. Komisch wenn man plötzlich D2 und D1.5 Caches 3 mal hintereinander nicht findet. Aber ja, es waren die pöhsen Anfänger (schade dass man immer alle über einen Kamm scheren muss).

      Natürlich zerstört der Anticacher nicht die Location, aber er trägt dazu bei, das nachfolgende suchende die Location zerstören und ist sich dessen meist nicht im klaren.

      • Anonym sagt:

        Die Argumentation zeigt mir wieder deutlich, dass alle Cacherprobleme hausgemacht sind. Der Andere (manchmal auch der Owner selbst) ist schuld, dass ich und alle nachfolgenden Cacher die Location zerstören müssen. Das größte Problem ist wirklich, dass diese Sucherei anscheinend derart Urinstinkte anspricht, dass das Gehirn komplett abgeschaltet wird. Sehe ich bei vielen Locations und vielen Cachern.

        • Aliverable Aliverable sagt:

          Da steckt nicht einmal böser Wille des einzelnen Cachers dahinter. Natürlich sind die Probleme Hausgemacht. Und wenn wir wieder beim Anticacher sind, kann ich die Motivation, die dahinter steckt voll verstehen. Nur die Methode ist falsch. Dadurch muss die Suche nämlich intensiviert werden und macht natürlich mehr kaputt als eigentlich nötig. Wie gesagt, sollte eine Dose stören einfach den Owner anschreiben. Wenn das nicht hilft Groundspeak direkt anschreiben.

          Ein Owner, der eine Dose sucht, sollte sich darüber im klaren sein, dass an den einen Platz mitunter hunderte Menschen pilgern. Auch wenn jeder vorsichtig und sorgsam ist, geht die Location irgendwann kaputt. Auch wir sind gestern natürlich am Hang rumgekrabbelt um die Dose zu suchen. Dabei ist nicht wenig Erde abgerutscht. Die Location war schon vorher völlig zerstört. Für solche Dosen wäre es an sich Zeit für das Archiv. Die Natur soll auch Zeit finden, sich zu erholen.

  2. GeoSilverio sagt:

    Egal ob nun nicht gefunden oder tatsächlich weg…

    Ich würde, falls noch nicht getan, ein DNF loggen, um weitere Cacher und den Owner zu sensibilisieren, dass es sein “könnte”, dass da tatsächlich nichts mehr zu finden ist.
    So lässt sich auch schon mal ein Teil des “Schadens” begrenzen, solange die Cacher dann auch mal kurz in die letzten Logs schauen.

  3. 2cachefinder sagt:

    joo…..cacherinstinkt mit 80 oder 100 funden.

    naja…

  4. JoergTh sagt:

    Sollte dieser “Anticacher” aus Naturschutzmotiven handeln dann hat er, wie du richtig schreibst, sein Ziel verfehlt! Durch Nichtfinden geht wesentlich mehr kaputt als durch das Finden.

    viele Grüße aus dem benachbarten Hessen! Jörg

    P.S.: Schönes Blog!

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