Geocaching App endlich kostenlos?

Sicher ist das nicht die allerneuste Meldung, doch auch ich möchte zur neuen Geocaching App meinen Senf dazu geben.

Als ich heute mal durch den Google Play Store stöberte, fiel mir auf, dass die Geocaching App (endlich) kostenlos ist. „Toll“ dachte ich mir und lud die App herunter. Als ich sie öffnete fiel mir auf, dass sie wirklich nicht schlecht aussieht und auf der Karte erschienen alle vorhandenen Caches. Doch als ich einen Multi oder einen Mystery anklickte kam das böse erwachen. Nur Premium Mitglieder erhalten Zugang zu dieser Funktion. Basic Mitglieder müssen sich in dieser App mit sehr leichten Tradis begnügen.

Nun Groundspeak: Wegen eurer verkorksten App werde ich mir sicher kein Premium Zugang kaufen. Für die 3 Premium Caches die es hier in der Gegend gibt? Für eine App bei der ich 7€ im Monat zahlen muss, damit ich Funktionen hab, die andere Apps schon längst haben und dazu völlig kostenfrei? Wieso nicht einfach alle Funktionen für Basismitglieder lassen wie auf der Homepage? Der Sinn dieser Aktion erschließt sich mir nicht ganz. Natürlich will man damit neue zahlende Kundschaft an Land ziehen. Aber auf diese Weise versaut man es sich doch komplett. Wo ist denn da noch der Spaß am Geocachen?

Für Android Nutzer gibt es zum Glück Apps (C-geo) mit der man problemlos papierloses Geocaching auf Offline Karten betreiben kann und somit nicht einmal Internet benötigt. Ich persönlich nutze die App sowieso nur mal wenn ich gerade kein Navi dabei hab. Oft drucke ich mir die Listings auch noch aus. Das hat irgendwie am meisten Stil wie ich finde. Ich bin sicher auch einer der letzten Cacher der noch ein gutes altes Navi benutzt. Somit könnte diese Bescheiss-app von Groundspeak sogar noch Erfolg haben. Doch längst stimmt nicht mehr das Prinzip: Geocaching ist vollkommen kostenlos. Dem nicht zahlenden Mitgliedern wird das Leben immer schwerer gemacht…

Bild: Johan Larsson

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6 Responses to Geocaching App endlich kostenlos?

  1. Stefan sagt:

    Hi!
    Wieso 7€ im Monat?

    • Aliverable sagt:

      In der App kann man sich einen Premium Account für 6,30€ im Monat kaufen. Die 7€ waren nur aufgerundet 😉

  2. TomBombadil sagt:

    Das ist auch richtig so, dass den Nicht-Zahlenden Mitgliedern das Leben immer schwerer gemacht wird! Und hoffentlich wird das noch drastischer und trennt die Spreu vom Weizen. Früher nannte man solche Menschen Schnorrer, in der Tier- und Pflanzenwelt nennt es sich Parasit!
    Was ist denn so schlimm daran, für eine Leistung die man bekommt Geld zu bezahlen? Software-Entwicklung und ähnliches kostet nun mal Geld. Und hinter Groundspeak stehen nicht nur zwei bis drei Mann, die sich ne goldene Nase verdienen, sondern auch Entwickler, Programmierer, etc. die auch ihr täglich Brot verdienen wollen.
    Aber heute muss ja alles für den Nutzer kostenfrei sein. Premiumware, Premiumcaches, Premiumservice, Premiumausblick – nur zahlen, ja warum denn?
    Ich finde die Einstellung respektlos gegenüber allen, die irgendeine Leistung anbieten, völlig unabhängig von Geocaching. Leistung hat schon immer Geld gekostet – ausser in der Sklaverei. Und wohin moderne Sklaverei führt sieht man doch inzwischen an unserem Flüchtlingsproblem.
    Ich schweife ab…

    Wer das ganze Hobby ohne Kommerz will, wer nicht einmal bereit ist läppische 2,50 EUR pro Monat für das Hobby auszugeben (sich aber mit nem „echten“ GPS brüstet), der…der…der kann ja zu Opencaching gehen.

    • Aliverable sagt:

      Das sehe ich anders. Groundspeak ist ein Dienstleister, der sich schon immer damit gebrüstet hat das Geocaching kostenlos ist. Das Problem an der Sache ist die Monopolbildung. Die Konkurrenz die es gibt bewegt sich irgendwo im Untergrund und ist daher nicht empfehlenswert. Warum jetzt aber eine Leistung, die auf der Homepage kostenlos ist plötzlich zu einem Premium Inhalz zu machen erschließt sich mir nicht und ist die eigentliche Kritik an der ganzen Sache. Ich hab kein Problem damit, dass Groundspeak weiterhin für diverse Leistungen auch Geld haben will, aber nicht für Leistungen die eigentlich kostenlos sind und sich der Anbieter eben auch damit brüstet das sie kostenlos sind.

      Im übrigen ist Groundspeak nur eine Plattform die Caches von Menschen online stellt. Die eigentliche Leistung ohne das das ganze nicht funktionieren würde erbringen die Mitglieder indem sie die Caches auslegen. Warum bekommen die Owner dafür nicht auch Geld? Deine Logik hinkt dahingehend meiner Meinung nach ein wenig.

      Anbei biete ich auf meiner Homepage auch eine Leistung an. Wenn du möchtest kannst du mich dafür auch gern bezahlen.

      • TomBombadil sagt:

        Nein, er hinkt nicht. 1.) Es ist Deine freie Entscheidung, Deine „Leistung“ kostenlos anzubieten.
        2.) Ja, Geocaching ist kostenlos – kannst Du ja kostenlos haben: Verstecken,Suchen, Finden, Laufen, etc. – alles kostenlos. Selbst die Basismitgliedschaft ist komplett kostenfrei.
        Die Plattform, auf der es präsentiert wird kostet eben. Die App die dafür entwickelt wurde kostet eben. Die Updates zu entwickeln kosten, der Speicher, Webspace, Traffic,…
        Und ich sage nochmals: Wie respektlos den Entwicklern, Programmierern, etc gegenüber ist es denn, wenn man das Nutzen aber nichts dafür zahlen will?
        Und auch hier wiederhole ich mich: Wer es kostenfrei will kann ja zu opencaching gehen.
        Nix gegen Dich persönlich, aber dieses ständige Geheule und Gejammer von allen Seiten wegen 30 EUR im Jahr (ergo 2,50 pro Monat) ist entwürdigend!

        • Aliverable sagt:

          Ok, dann einigen wir uns darauf das das ganze Ansichtssache ist. Dennoch ist das ein Vorgehen welches ich von keinem anderen Unternehmen kenne. Apps werden in der Regel zur Verfügung gestellt um die Kundschaft zu erweitern. Hier ist das Gegenteil der Fall. Meiner Meinubg nach ist diese Entscheidung eher abschreckend diese App zu nutzen. Zudem fährt Groundspeak eine echt merkwürdige Preispolitik. Wieso kostet ein Gremium Zugang in der App 6,30€ im Monat und auf der Homepage nur 2,50 pro Monat?

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