Geocaching was ist das?

Geocaching Bradwell: GPS cache GC1WQ43:Kitty cache

Martyn Wright; Flickr.com

Früher hat man Schnipsel im Wald ausgelegt, um so die Teilnehmer einer Schnitzeljagd an eine Dose oder einen bestimmten Ort zu führen. Dieses Spiel sorgte bei kleinen und großen Teilnehmern für viel Spaß. Auch heute begeistert dieses Spiel noch jung und alt. Doch die Zeiten haben sich geändert. Das Spiel auch. Mit Hilfe von moderner Satelitentechnik zur Navigation (GPS) ist es uns möglich, jeden Ort auf der Erde punktgenau anzusteuern.
Geocaching macht sich diese Technik zu nutzen. Geocacher verstecken Dosen an bestimmten Orten, stellen die jeweiligen Koordinaten in das Internet und lassen andere Geocacher nach diesen Dosen suchen. Findet man diese Dose, schreibt man seinen Nicknamen in das Logbuch und hat nun die Möglichkeit, Gegenstände zu tauschen. Sobald man wieder zu Hause ist, muss man eintragen, dass man den Geocache besucht hat. So erhält man einen Punkt.
Die Grundidee des Geocachens ist, Menschen besondere Orte zu zeigen. Oft ist allerdings auch der Weg das Ziel. Andere Caches bekommen einen besonderen Reiz durch bestimmte Umstände. So haben einige Caches eine Geschichte, die der Geocacher durchleben muss, andere Caches können nur in der Nacht gemacht werden.
Beim Geocaching sind der Phantasie also keine Grenzen gesetzt. Es kommt ganz auf den Ersteller des Caches an, wie er diesen umsetzt.

Was benötigt man eigentlich zum Geocaching?

Geocaching Gift Ideas

Cachemania; Flickr.com

Generell gilt: Geocaching ist kostenlos. Die Informationen über die Geocaches können kostenlos von Geocaching.com herausgesucht werden. Hierfür ist lediglich eine Registrierung notwendig. Für die Suche selbst ist ein GPS-fähiges Mobiltelefon oder ein Outdoor-Navigationsgerät erforderlich. Leider sind Straßennavigationsgeräte für dieses Hobby nicht ausgelegt, da diese meist keine Funktion bieten, Koordinaten einzugeben, bzw. Schicken sie einen auf eine Straße in der Nähe des Punktes. Zudem sind Straßennavigationsgeräte oft sehr ungenau. Eine Suche nach der Dose kann dann schnell frustrierend werden. Ein geeignetes Outdoor-Navigationsgerät bekommt man schon ab 100€. Soll das Gerät auch andere Funktionen wie z.B. Karten, Routing, Sprachausgabe usw. Haben, kann man auch schnell mal 500€ und mehr bezahlen.

Geocaching Thüringen

Wer nun glaubt, Thüringen hätte keine Dosen für Geocacher bereit, dem sei gesagt, dass Geocaching in Thüringen ein ganz besonderes Erlebnis werden kann. Thüringen hat einen ganz besonderen historischen Bezug. So findet man Oft Geocaches in Thüringen, die sich mit dem Thema Grenze, DDR, Staatssicherheit, usw. Beschäftigen.
Aber auch Natur-begeisterte Menschen werden durch Geocaching in Thüringen ganz neue Orte zu sehen bekommen. Geocachen führt Menschen nicht nur an Orte, die Touristisch überlaufen sind, denn es gibt in Thüringen noch viel mehr zu sehen als Rennsteig, Krämerbrücke und Co. Selbst wenn im eigenen Heimatort kommt es vor, dass einen Geocaching an bisher unbekannte Orte führt.

Was gibt es für Arten von Geocaches?

Generell wird beim Geocaching auch in Thüringen in 4 verschiedene Arten unterteilt.
Traditional:

Hier wird eine einfache Dose gesucht. Man gibt also die Koordinaten ein, begibt sich zum gesuchten Ort, findet die Dose, loggt sich und ist fertig. Traditionals sind die einfachste Form der Geocaches in Thüringen.
Multis:

Geocaching

Dieses Geocaches sind in mehrere Stationen unterteilt. Man findet also eine Station, erhält so Hinweise zu folgenden Stationen um so schließlich zur letzten

Dose (dem Final) zu gelangen. Multis sind oft mit kleinen Aufgaben (Rätsel, Rechenaufgaben, etc.) verbunden.
Unknown (mysterys)

Bei diesem Cachetyp weiß man vorher nie genau was einen erwartet. Oft findet man kniffelige Rätsel, verschlossene Truhen (bekomme die erst einmal auf) oder andere seltsame Dinge zu sehen. Es gibt in dieser Sparte bestimmte Rätselcaches oder Aufgaben, die diesen Geocache zu einem besonderen Erlebnis machen. Auch Geocaching in Thüringen hat viele Geocaches dieses Typs zu bieten.

Earthcaches:

Bei Earthcaches sucht man meist keine Dose, sondern muss ein bestimmten Ort besuchen, um ein Rätsel zu lösen. Ist dieses Rätsel gelöst, sendet man dem Ersteller des Caches in der Regel die Lösung und erhält somit die Genehmigung sich zu loggen. Oft dient hier auch ein Foto als Beweis dafür, dass man wirklich da war.

Woran erkenne ich, dass der Cache auch für Anfänger geeignet ist?

Ein Geocache wird in 2 verschiedenen Disziplinen mit je 5 verschiedenen Schwierigkeitsstufe eingeteilt.
Zum einen ist die Terrainwertung ausschlaggebend dafür, wie weit die zurückzulegende Stecke ist und wie begehbar das Gelände ist. Eine Geocache mit der Terrainwertung 1 befindet sich in der Regel am Rand einer Straße oder eines befestigten Waldweges. Ein Geocache in Thüringen mit der Terrainwertung 5 kann sich auch schon einmal in 10meter Höhe in einem Baum befinden. Hier ist in jedem Fall spezielle Ausrüstung erforderlich.
Die andere Einteilung ist die Schwere des Caches allgemein. Das heißt, je schwieriger es ist, die Dose zu finden, desto höher ist die Wertung. Hat ein Geocache in Thüringen also eine Schwierigkeit von 1, kann man davon ausgehen, dass die Dose ohne Probleme zu finden ist. Hat die Dose allerdings eine Bewertung von 5 kann man lange suchen oder benötigt viel Erfahrung den Cache zu finden. Oft ist der Schwierigkeitsgrad auch ein Hinweis darauf, wie schwer es ist, die jeweiligen Rätsel zu lösen.

Braucht man bestimmte Ausrüstung zum Geocaching in Thüringen?

Außer einem GPS-fähigen Handy oder einem Navigationsgerät benötigt man in der Regel keine bestimmte Ausrüstung zum Geocaching in Thüringen. Mit der Zeit und Begeisterung für dieses Hobby, steigt auch der Ehrgeiz schwere Geocaches zu lösen. Der Bedarf an guter Ausrüstung wächst also mit der Erfahrung, die ein Geocacher sammelt. Anfänger benötigen jedoch meist keine spezielle Ausrüstung. Die meisten Anfänger gehen irgendwann mit dem Handy los und finden so gefallen an diesem außergewöhnlichen Hobby.

One Response to Geocaching was ist das?

  1. der opa sagt:

    Servus,

    gerade gibt es eine Debatte über die Erweiterung des Biosphärenreservates Vessertal von 17 000 auf 34 000 ha. Dies bedeutet, dass es eine größere Fläche gibt, in der kein Geocaching möglich ist. Bisher besagt die Verordnung, dass das Verlassen der Wege nicht erlaubt ist.
    Vielleicht interessiert Euch dies.

    ciao
    der opa

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