Das Sprungschanzenhaus (NVA-Hotel) in Frauenwald
Auch wir in Thüringen haben ein NVA-Erholungsheim. Nach Prora war das Sprungschanzenhaus in Frauenwald sogar das zweitgrößte Erholungsheim in der DDR.
Zum Haus
In diesem Haus haben sich zu Glanzzeiten des Sozialismus die oberen 10000 aus dem Militär der DDR und den sogenannten Bruderstaaten getroffen. Darunter waren Delegationen aus Kuba, Syrien, Polen und viele mehr. Hier gingen die Militärbonzen also ein und aus. Genau aus diesem Grund wurde hier Luxus geboten, der in DDR-Verhältnissen kaum zu beschreiben war. Telefone und Fernseher auf jedem Zimmer, ein eigenes Schwimmbad, Kino und eine große Sportanlage im Außenbereich.
Natürlich musste das Haus in sozialistischem, modernen Baustil errichtet werden. So kam 1976 ein Plattenbau in Sprungschanzenform dabei heraus. Daher auch der Name “Sprungschanzenhaus”, wie es von den Einheimischen genannt wird. Es hatte Platz für exakt 444 Gäste. Mit dem Untergang des Sozialismus, ging auch der Glanz dieses Gebäudes rapide in den Keller. DDR-Luxus war nun Standard und für jeden verfügbar. Reisende kamen nun nicht mehr nach Frauenwald, sondern führen nach Griechenland, Türkei oder Ägypten. Bis zum Jahre 2000 wurde das Haus dennoch als Asylbewerberheim weiter genutzt. Danach wurde es völlig dem Verfall preisgegeben.
Ein genialer Lost-Place
Sobald man das Gelände des Lost-Places betritt, hat das Haus einen in den Bann gezogen. Das Schwimmbad erinnert an Szenen aus Call of Duty 4 . Die Location lässt einen nach Tschernobyl reisen. Doch die Fotos und Videos dieses außergewöhnlichen Ortes sagen natürlich mehr als tausend Worte.\r\n
Geocaching im NVA Hotel
Natürlich mussten hier auch Geocaches gelegt werden. Man schafft sie alle 3 mit großer Sicherheit nicht an einem Tag. plant also beim angehen dieser Caches mehrere Tage ein. Doch auch wie Prora hat auch dieser Lost-Place selbst für Geocacher irgendwann ein Ende. Es gehen bereits Gerüchte um, dass das Haus noch in diesem Jahr abgerissen werden soll. Wer diese Caches also noch angehen will, der sollte nicht all zu lange warten.



Hm, die meisten die da waren, haben alle drei Caches an einem Tag geschafft.
Sehr zu empfehlen ist übrigens die Frauenwalder Bauernstube direkt im Ort. Sehr lecker und sehr preiswert!
Schade, falls dieses geschichtsträchtige Bauwerk abgerissen werden sollte. Es hätte was besseres verdient.
Die Caches kann man eigentlich völlig problemlos an einem Tag erledigen, kein Thema. Zu empfehlen ist die Location und die Caches aber trotzdem!
Wir waren vor einem knappen Jahr dort. War haben für alle drei Caches zusammen so wohl um die sieben Stunden gebraucht. Inklusive ausgiebiger Fotodoku und sonstigem Erkunden.
Wenn das Gelände irgendwie anderweitig genutzt werden soll, kommt man wohl um einen Abriss nicht drumrum. Das Gebäude ist in einem dermaßen schlechten Zustand, dass man eine Grundsanierung wohl nicht bezahlbar ist.
Und was macht der Eplus-Antennenstandort auf dem Dach dann, wenn abgerissen wird? separaten Turm bauen?
Ich tippe darauf, dass man von dem Geld den die Miete bringt noch lange die notwendigsten Reparaturen machen kann.
Und wer wollte das Gelände schon haben? Die benachbarten Hochhäuser sind ja auch teilweise ohne Mieter.
Das verlinkte Video kannte ich noch nicht – wenn man den Ton ausmacht ist das recht ansehnlich auf der einen Seite und treibt einem auf der anderen die Tränen in die Augen wenn man weiß wie es 7 Jahre später dort aussieht.
Die Caches sind zu 99% an einem Tag zu schaffen, wenn man schon etwas Erfahrung mit LPs mitbringt. Mal sehen wie lange dort noch das Gebäude steht, der ehemalige Hausmeister freut sich immer über Besuch und ein nettes Schwätzchen über alte Zeiten.
Als wir dort waren, trafen wir auch den ehemaligen Hausmeister des Hotels.
Der erzählte was von Quecksilber im hinteren Kellerbereich. Wir haben nichts davon gesehen und auch keine Ahnung ob es nur eine Geschichte ist…